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Blech vorbereiten

I

 

Es gibt natürlich verschiedene Methoden, um die alte Lackschicht abzutragen und die Karosse für einen neuen Lack vorzubereiten. Da wären die Profimethoden, wie Sandstrahlen oder Eisstrahlen. Allerdings ist dies immer mit Aufwand und nicht unerheblichen Kosten verbunden. Wer daher selbst Hand anlegen möchte, dem geben wir hier einen kleinen Leitfaden mit an die Hand, wie man es auch selbst machen kann. Hat man einen noch gut erhaltenen Alt-Lack, dann genügt zumeist das Anschleifen als Vorbereitung für einen neuen Lack. Möchte man den Alt-Lack entfernen, dann hat man oft noch den darunter liegenden Spachtel als Herausforderung. Hier hilft die CSD-Scheibe dann gewaltiug, auch wenn es sehr staubig wird. Also Atemschutzmaske aufsetzen und natürlich Schutzbrille.


 

Entfetten

Damit Grundierung, Spachtel, Füller oder Lack eine ordentlich Verbindung mit dem Untergrund eingehen können, gilt vor jedem Arbeitsschritt, das Entfetten des trockenen und sauberen Untergrundes. Danach sollte man tunlichst darauf achten, dass kein neuer Staub oder Schmutz sich absetzen kann. Nehmt immer Silikonentferner, Bremsenreiniger oder spezielle Montagereiniger, die für ein rückstandsloses Entfetten garantieren.

Einen Silikonentferner findest du bei uns im Shop.


Rostversiegelung

Hat man trotz Vorarbeit noch die eine oder andere Rostnarbe, dann kann man diese auch mit Mittel wie Brunox oder Wekem umwandeln und isolieren. Dort wo diese Mittel auf Rost wirken, erkennt man in der Regel eine bläuliche bis lilafarbene Verfärbung, die über den Trockenprozess hinaus sich in schwarz ändern.

BRUNOX findet ihr hier im Shop.

WEKEM findet ihr hier im Shop.


 

Grundierung

Hat man soweit die Vorarbeiten getan, bekommen die zu Lackierenden Teile eine Grundierung. Diese ist wichtig, um eine Haftverbindung zum danach folgenden Decklack oder eventuellen Spachtel und Füller herzustellen. Darüber hinaus fungieren viele Grundierungen auch als Rostvorsorge.

Einen Haftgrund findet ihr hier im Shop.


 

Spachtel auftragen

     

Der Spachtel ist eine besondere Sache, gerade bei einer Vespa. Eigentlich sollte man wenn immer es geht darauf verzichten, da die dünnen Bleche der Vespa schon starken Vibrationen ausgesetzt sind, was über kurz oder lang einen zu dick aufgetragenen Spachtel zum Reissen bringt. Am besten ist Füller oder Spritzspachtel, aber wenn es sich gar nicht vermeiden lässt, dann hier eine kleine Anleitung.

Nicht dicker als maximal 3mm aufspachteln. Den Spachtel nach der Angabe des Herstellers vorbereiten. Das heisst, die in etwa benötigte Menge auf ein sauberes Mischblatt auftragen und zuneist 3-4% Härter hinzugeben. Eine einfache Messmethode seht ihr auf dem Bild.

Mit einem sauberen Spatel ordentlich durchmischen, bis aller Härter vermischt ist und die Konsistent schön cremig. Allerdings hat man nicht gerade viel Zeit, da ja der Härter zu wirken beginnt und innerhalb weniger Minuten wird die Masse erst zäh und dann hart. Wenn sie beginnt zäh zu werden, dann war es das und man muss eine neue Mischung ansetzen.

Nun mit dem passenden Spachtelblatt den Spachtel aufnehmen und schön ruhig und flach auf die zu spachtelnde Stelle auftragen. nicht zu viel rumrühren, sondern in einem gleichmäßigen Zug aufbringen. Leichter gesagt als getan und es erfordert schon etwas Übung, wenn man nicht allzu viel Zeit aufwenden möchte.

Ist man mit dem Resultat zufrieden, dann lässt man den Spachtel ordentlich aushärten, bevor man mit dem Zuschleifen beginnt.

Es gibt auch hier verschieden Spachtelstärken, wobei man bei der Vespa eigentlich immer auf den Feinspachtel zurückgreifen sollte.

Einen Feinspachtel findest du bei uns im Shop.


 

Spachtel schleifen

Den ausgehärteten Spachtel nun eben schleifen. Schleifen heisst aber nicht streicheln. Am Besten beginnt man mit einem 400er Papier und arbeitet sich dann dem Ergebnis nach zu einer feineren Körnung vor. Man muss hier nicht unbedingt mit 1000er Nass schleifen. Will man es besonders eben hinbekommen, dann arbeitet man mit der Kontrolllack-Methode. Hier wird auf die geschliffenen und zu prüfende Fläche eine feine Schicht schwarzen Lack aufgetragen. Diesen schleift man dann wieder runter und man erkennt prima an den Stellen wo das schwarz noch steht, dass man dort noch nicht exakt eben ist.

Danach kann man nun noch Spritzspachtel zum Füllen und Ausgleichen der verbliebenen, feinen Spuren auftragen. Nachdem dieser gehärtet ist, auch wieder schleifen. Hier kann man ruhig mit mehreren Schichten arbeiten.

Schleifpapier findest du bei uns im Shop.


 

Spritzspachtel auftragen

Hat man die groben Spachtelarbeiten erledigt, kann man wie zuvor erwähnt, die gesamte Karosse noch mit Spritzspachtel überziehen. Immer nach einem Auftrag ca. 5-10 Minuten ablüften lassen und dann weder eine Schicht auftragen. So kann man eine schöne Deckschicht herstellen, die sich dann sauber und glatt abschleifen lässt, als eine optimale Vorbereitung für den Decklack.

Einen Spritzspachtel findest du bei uns im Shop.


Lackierung

 

 

Bitte beachtet, dass 1K Lacke nicht benzinresistent sind. Wenn man einen 1K Decklack verwendet, sollte man diesen abschließend mit einem 2K Klarlack versiegeln. 

Es gibt aber auch 2K Decklacke, die man dann nicht mit Klarlack überziehen muss. Bei 2K Lacken in der Spraydose wird der Härter mittels eines Aktiviervorgangs hinzugegeben. Danach hat man nur eine gewisse Zeit zur Verfügung, bevor der Lack nicht mehr verwendbar ist. Dies ist die sogenannte Topfzeit. Hierzu bitte immer die Angaben auf der Spraydose beachten!

Hat man die Vorbereitungen abgeschlossen, sollte man sich überlegen, wie man die zu Lackierenden Teile stellt oder aufhängt. Hat man diesen Schritt abgeschlossen, geht es an die erste Schicht. Hierzu zuerst einen Lacknebel aufbringen und kurz antrocknen lassen. Dann im Kreuzgang die erste Schicht sanft auftragen. Nicht zu nahe an das Objekt und nicht zu viel Lack. Es muss hier noch nicht schwimmen und glatt decken! Diesen Schritt wiederholt man 3-4 mal, bevor man vorsichtig einen gleichmäßige, schwimmende Lackschicht aufträgt. Aber Vorsicht, sobald man das Gefühl hat, dass der Lack gleich zu fließen anfängt, aufhören! Hat man erst mal einen Läufer oder eine Nase drin, dann ärgert man sich über die dann kommende Mehrarbeit.

Zusammenfassung Ablauf

Blank schleifen
Entfetten
Rostversiegeln
Entfetten
Grundieren
Entfetten
Spachteln
Schleifen (400 trocken)
Entfetten
Spritzspachtel auftragen
Schleifen (800 trocken)
Entfetten
Decklack auftragen
Klarlack auftragen (falls 1K Decklack oder Glanz erwünscht)

Gerne geben wir am Telefon noch jede Menge mehr Tipps zum Thema Lackierung.